Podcast #4 #Generation Zahnarzt Podcast #Komposit

von Friedrich Sauer

Komposit Podcast

Wir haben uns in den letzten Folgen vom Generation Zahnarzt Podcast mit Endodontie Curricula, Gehalt angestellter Zahnärzte und anderen zahnmedizinischen Blogs im Internet beschäftigt. Es wird also höchste Zeit über etwas alltägliches wie Komposit zu sprechen. Wir beide habe Erfahrungen mit Kompositen wie  Venus Diamont, Amaris, HRI, Tetric Evo Ceram und GC geanial Flo gesammelt. Wenn man sich über Komposit unterhält, spricht man automatisch etwas über Adhäsivsysteme, Kofferdam, Matrizensysteme und Modellierinstrumente.

 

Download Komposit Podcast

 

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Wenn Ihr es Euch im Browser anhören wollt, dann klickt hier.

Friedrich Sauer hat parallel dazu einen schönen Fall in die Facebookgruppe Dentalfamilie gestellt. Blogstammleser werden diesen Fall von ihm schon kennen.

 

Fazit?

Also wenn Ihr noch nicht die TorVM Teilmatrizen kennt, dann hat sich der Podcast schon für Euch gelohnt. Unter www.geko-dental.de könnt Ihr sie bestellen. Ich nehme immer die 0,35 mm in hart, aber das muss jeder für sich selber herausfinden.

Wie geht es weiter?

Ich bin gerade auf einer Konfenrenz in Sibiu, Rumänien bei der es nur um direkte Komposite geht. Ich kann diesen Kongress jetzt schon für 2018 empfehlen. Diesmal ist Jordi hier als Referent und er ist der Hammer.

Komposit ist also immer wieder ein Thema hier und vielleicht auch Thema vom nächsten Blog post.

 

Bis Bald auf SaureZaehne.de

Genfer Konzept – The Geneva Concept

von Friedrich Sauer

Genfer Konzept

Ich finde das Genfer Konzept für noninvasive Restauration sehr spannend. Aber trotz aller Minimalinvasivität ist das Interesse anderer Zahnärtze daran gering. Vielleicht sind Klasse I Restaurationen auch einfach für viele zu langweilig. Aber das gute an einem Blog ist ja auch, dass man machen kann was man will.

Also dieser Fall ist für Euch, langweilige Zahnerhalter!

Genfer Konzept Klinischer Fall: Klasse I mit Stempel und Co

 



Zugegeben, diese Karies ist schon groß, aber es gibt keine Schmelzeinbrüche an diesem Zahn. Klassischer Weise würde ich hier wie eine Klasse II vorgehen und mesial mindestens überkuppeln.

Genfer Konzept

Genfer Konzept mit Politurstreifen

So, nachdem der Zugang hier rein okklusal ist, habe ich mit 1000er schleifpapier die Biofilme entfernt und eine hyperflouridierte Schmelzschicht.

initial lateral

initial okklusal

60 s mit einem dünnflüssigem Ätzgel (Kerr Etchand)



Dank des fehlenden 6ers gibt es hier keinen Apporixmalkontakt. Dies erleichtert natürlich sehr die Isolation vom Nachbarzahn mit Teflon und flüssigem Kofferdam.

Teflon und Wassertropfen



Das Universaladhäsiv, hier Scotchbond Universal, wirkt drei Minuten ein. Danach kommt zur Versiegelung eine dünne Schicht GC Flo CV rauf. Das Ganze wird mit Zahnseide einmassiert.

Cerkamed Inox Glyceringel

Cerkamed Inox Glyceringel



Das Glyceringel, Cerkamed Inox, dient hier zur Verhinderung der Sauerstoffinhibitionsschicht. Da die Füllung hier sehr dünn ist, macht dies Sinn.

Style Italiano Stempel technik



Der Stempel besteht aus flüssigem Kofferdam und einem Microbrush.

Überschussentfernung

 

Ansicht Okklusal 4 Wochen später

laterale Ansicht 4 Wochen

Die letzten beiden Bilder sind die Nachkontolle vier Wochen später.

Fazit

Folgende Materialien wurden hier verwendet:

Genfer Konzept Teil:

  • GC Metal Strips Gelb 1000er Körnung
  • Kerr Gel Etchand
  • Ethanol
  • 3M Scotchbond Universal
  • Teflon
  • Lydenti flüssiger Kofferdam
  • GC Flo CV
  • Cerkamed Inox

Resto Teil:

  • Nic Tone Heavy Kofferdam
  • 3M Scotchbond Universal
  • Kerr Gel Echand
  • 3M Scotchbond Universal
  • Venus CL
  • GC Flo CV
  • Tetric Evo Ceram A3
  • HFO Malfarbe braun

 

Wie geht es weiter?

Ich habe noch eine Podcastfolge, die veröffentlich werden will. Es geht da um Komposit! Und wenn wir schon bei Komposit sind: ich habe neue Komposit-Malfarben von Ivoclar bekommen: Braun, Weiß, Ochre und Honig. Erstes Fazit: bei Ivoclar Flow läuft nicht so viel aus wie bei HFO. Aber das Braun ist deutlich dunkler als das HFO Braun. Ochre könnte die Allroundmalfarbe werden. Seid gespannt.

 

Euer Team von Saure Zähne und dem Zahnarzt Podcast Generation Z

Der Moment in dem du Guttapercha in einer Fistel steckst und genau so schlau bist wie davor …

von Friedrich Sauer

Guttapercha in einer Fistel

Die Idee  Guttapercha in eine Fistel zu stecken, um dann ein schönes Röntgenbild zu bekommen, ist gut. Ich mache dies relativ häufig, aber diesmal war ich danach nicht schlauer.

Guttapercha in einer Fistel

Guttapercha in einer Fistel

Guttapercha in einer Fistel

Guttapercha in einer Fistel

Die Fistel war ein Zufallsbefund. Geplant war ein Füllungsaustausch an 24 und dieser wurde auch durchgeführt.

Die alte Füllung war nervnah und die Sensivität negativ, aber ich wollte genauer wissen, was los ist. An einem separaten Termin habe ich nochmal alle Test wiederholt und dann mich entschlossen ein DVT anzufertigen.

DVT bukkal Grove



Das DVT zeigte einen eindeutigen Befund. Eine „bukkal Groove“ an der bukkalen Wurzel. Die Endo wurde in zwei Terminen durchgeführt.

initiale trepanation

Ithmus

Isthmus präpariert

Wurzelfüllung

Verschluss mit Komposit



Zu Beginn des zweiten Termins war die Fistel nicht mehr sichtbar.

Wurzelfüllung

Fazit – Welche Materialen wurden verwendet?

Man kann sich hier sicher darum streiten, ob man dieses DVT gebraucht hätte. Mir hat es hier geholfen und ich habe deshalb auch bewusst zwei Termine geplant.

Resto Teil:

  • Cerkamed Blue Etch
  • Kerr Gel Etchand
  • Soflex Scheiben 3M
  • Tor VM Matrize M 0,35mm
  • Palodent V3 Keil mittel
  • Garrison XR Spannring
  • Optibond FL
  • Venus CL
  • GC Flo CV
  • Tetric Evo Ceram A3
  • Micerium enamel plus hfo stain braun

Endo Teil:

  • Cerkamed 5,25% NaOCl, 40% Zitronensäure, 2% CHX
  • Coltene Hyflex CM bis 40.04
  • Totalfill Sealer und Guttapercha cone 40.04
  • Kerr Endovac Mico Kanüle und der Cerkamed Endo Aspirator als Makrokanüle

 

Wie geht es weiter?

2017 ist noch jung! Demnächst geht es nach Sibiu zur Direct Next 2017. Ich freue mich sehr, Jordi live zu sehen. Noch mehr freue ich mich über meine Begleitung auf dem Weg nach Sibiu.

 

Bis dahin Euer Team von SaureZaehne.de

1/2 Jahr Ritter – ein Fazit

Im Sommer 2016 entschieden sich mein Kollege und ich, uns zwei neue Ritter Behandlungseinheiten zuzulegen. Nach ca. 6 Monaten versuche ich mal ein Fazit zu ziehen. Für mich persönlich war eine Marke „Made in Germany“ ein Muss. Somit bin ich bin dem Preis von 30.000 € mit Einbau, gewissen Extras, wie chirurgischer Kühlung, Satelec Ultraschall usw. relativ zufrieden.

Fangen wir mal den positiven Sachen an:

  • Viel aus Metall, wenig Plastik
  • viel Beinfreiheit für Behandler und Assistenz
  • sehr gutes, helles Licht
  • Motor mit integrierter Endofunktion mit Torque und Autoreverse
  • chirurgische Kochsalzpumpe kann zugeschaltet werden
  • übersichtliches Bedienpanel
  • Ultraschall mit Paro- und Endofunktion
  • Bottlesystem, welches per Schalter auf Netz geschaltet werden kann
  • Der Suktor ist abknickbar

 

Negatives:

  • Speibecken fährt in der Patientenhöhe nicht mit. Man muss den Patienten zum Ausspülen extra hoch und zum Aussteigen runter fahren.
  • Spülbecher wird aus dem Bottlesystem gefüllt.
  • Das Dentopräp passt nicht mehr in die Turbinenhalterung und blockiert damit nicht die Lichtschranke.
  • Der Schlauch für den Speichelzieher wird bei chirurgischen Saugern schnell porös
  • Wir haben für beide Einheiten verschiedene Ansätze für den Speichelzieher bekommen!!?
  • Die Siebe des Speichelziehers und Suktor sind unglaublich schwer und ungünstig angebracht. Es ist sehr schwierig, diese zu tauschen und dabei nicht noch zusätzlich zu beschädigen.
  • die Sicherheitsschranken behindern ein Arbeiten für einen Behandler alleine. Das Assistenzelement muss sehr weit vom Stuhl weg geschoben werden um die Sicherheitssperre zu lösen und so den Stuhl hoch fahren zu können.

Fazit:

Zusammenfassen sind die Behandlungseinheiten im Preis-Leistungsverhältnis ganz passabel. Die Zfa sollte jedoch etwas beweglich und fein-motorisch sein. Für die Zahnreinigung mit nur einem Behandler müsste man die Sicherheitsschranken zum Teil ausschalten, um so entspannt arbeiten zu können.