Podcast #6 – Eine Alternative zur Leitung: Akinosi-Leitung

Akinosi Leitung

„Man muss immer mehr wissen als bei Wikipedia steht“, das war ein Spruch von einem meiner Professoren in der Uni. Dann lest Euch mal auf Wikipedia den wirklich gut geschriebenen Artikel zum Thema Lokalanästhesie durch. Wer die, unter „seltene Methoden“ genannte „Methode nach Laguardia und der Vazirfani-Akinosi-Block“ kannte, hat meinen vollen Respekt, denn ich hatte erst auf dem Münchner Wurzelspitze Ü-Day zum ersten mal davon gehört.  Aber hier ist ein Video dazu:

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Wem dieses Video nicht reicht, der kann sich das Buch „Lokalanästhesie, Regionalanästhesie, Regionale Schmerztherapie“(Hans Christoph Niesel, Hugo Van Aken) bei Google Books anschauen.

Meine Erfahrungen zu Akinosi Leitung

Ich finde die Akinosi Leitung super! Hier sind meine Gründe:

  1. dadurch ist eine Leitung bei geschlossenem Mund möglich
  2. kein Knochenkontakt nötig, also angenehmer für den Patienten
  3. bei angelegtem Kofferdam ist eine Anästhesie problemloser
  4. Orientierung ist leichter als bei einer klassischen Leitung

Es gibt natürlich aber auch bei Akinosi keine 100 % Garantie, dass die Leitung sitzt! Ich war selber auch lange ein Leitungsvermeider, weil ich eine gefühlt hohe Misserfolgsrate hatte. Wirklich spannend wäre, ob bei Akinosi eine Aufklärung über seltene Nervschäden überhaupt nötig ist.

Noch mehr LEitungsalternativen: Gow Gates Block

 


Den Gow-Gates Block habe ich selber nie angewendet, weil ich recht glücklich mit Akinosi bin, aber man darf dieses Video mal gesehen haben. Besonders wenn man mehr wissen will als auf Wikipedia steht.

Fazit Akinosi Leitung

Ich habe mal in den „Schwenzer“ reingeschaut, den ich noch aus Unizeiten habe. Es werden keine Leitungsalternativen erwähnt! Aber auch im WSR-Bereich steht da viel Mist drin, der schon damals nicht State of the Art war. Ich finde, die Akinosi-Leitung ist auf jeden gut, wenn die erste direkte Leitung nicht geklappt haben sollte. Ich selber hätte manchmal gerne eine intraossäre Anästhesiemethode für die ganz harten Fälle bzw. super ängstlichen. Aber ich habe mich nie so richtig mit Quicksleeper, Anesto (nicht mehr verfügbar) oder X-Tip beschäftigt. Besonders wenn Frau Daubländer auf ihren Fortbildungen aufgrund von möglichen Knochennekrosen abrät.

Wie geht es weiter?

Wenn ich schon diesen Blogeintrag aus Spaß als Podcast raushaue, dann habe ich wohl richtig Lust aufs Podcasten.

Seid gespannt, was demnächst so kommt!

Ps: Hier ist der Link zum Podcast für diesen Blogeintrag und der direkte Download

Pss: HB!

Posted by Georg

Zahnarzt, Endodontologie (Tätigkeitsschwerpunkt), Zahnumformung mit Komposit sowie Behandlung von Diastema und schwarzen Dreiecken in Berlin

3 comments

Oh, entschuldige. Ich meinte die intraligamentäre, nicht die terminale. War schon spät gestern…
Intraossäre = durch Knochen? Aua…

Hey Andy,

ich kenne die terminale Anästhesie nur als synonym für die Infiltration.
Bei der intraossären wird richtig durch den Knochen gebohrt.

Gruß georg

Vielen Dank für den Hinweis zu dieser Alternative! Kannte ich bislang auch nicht.
Und nun weiß ich, dass wir unseren Leuten die Leitung nach Gow-Gates (ein wenig abgewandelt vielleicht) erklären und beibringen. GG funktioniert eigentlich ganz gut.
Ist die terminale Anästhesie nicht eine intraosseäre? Wende ich hin und wieder an, wenn gar nichts klappt, aber ist auch nicht von Erfolg gekrönt. Kann aber auch an meiner Technik liegen.

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