Komposit

Podcast #18 – Komposit Malfarben

Komposit Malfarben

Komposit Malfarben habe ich lange für unnötig gehalten, aber nach einem Kurs bei Stephane Browet musste ich es einfach auch anwenden.

Im Podcast spreche ich über verschiedene Malfarben mit denen ich schon Erfahrungen sammeln konnte. Also Malfarben wie IPS Empress Direct Color, GC Essentia Modifiers, Optiglace und Enamal Plus Stain.

Am besten hört ihr euch den Podcast gleich an.

Komposit Malfarben

Download vom Podcast

Oder hier Klicken zum Download.

Fazit

Ich persönlich möchte ich nicht mehr ohne Malfarben arbeiten. Wenn ihr mehr über Komposit hören wollt und noch nicht den Komposit Podcast gehört habt dann klickt hier.

 

Wie geht es weiter?

Ich muss mehr podcasten! Es sind ja in der letzten Zeit ein paar andere Dentale Podcasts dazu gekommen die vorhaben wöchentlich etwas zu veröffentlichen. Dazu schreibe ich bestimmt auch etwas. Seit gespannt!

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Viktor Shcherbakov – Komposit Videos

Viktor Shcherbakov

Viktor Shcherbakov … seine Fälle bei Facebook sind sowohl Fotografisch als auch Zahnmedizinisch absolute Weltklasse. Bei Style Italiano bin ich auf diesen Post von Ihm gestoßen:

https://www.facebook.com/groups/styleitaliano/permalink/1789612921098200/

 

Das spannende an dem Post sind die drei Videos dazu.



 

Folgende Dinge in diesen Videos augefallen:

  1. einen extra Kanülen Aufsatz Update: Es ist kein Luftbläser sonder 96% Ethanol
  2. es wird viel gesandstrahlt mit 27 micron Aluoxid
  3. er aktiviert die Phosphorsäure(Ultraetch) mit einem Pinsel
  4. die drei Zähne wurden in zwei Terminen behandelt, in Deutschland gefühlt undenkbar
  5. bei Kontaktpunktgestaltung vom 6er distal verlässt er sich nicht nur auf den Spannring, sondern appliziert zusätzlich druck mit Kugel und Heidemann
  6. am 6er mesial verzichtet er wiederum auf eine Matrize
  7. im zweiten Termin arbeitet er mit einem Minigegekiefer
  8. die modellation der Okklusalfläche erfolgt mit Applitip mit „modeling Resin“, Endo Sonde und Pinsel die aussieht wie die Lab Brush
  9. die Malfarbe wird auch per Endosonde appliziert
  10. wenn man sich die Vorher Nachher Bilder anschaut ist die Anatomie vom 5er jetzt viel komplexer als vorher
  11. er poliert ohne Wasserkühlung

Fazit Viktor Shcherbakov

Also Victor ist schon absolute Weltklasse. Er gibt internationale Kurse in Moskau, drei Tage Kurs kosten 2000€ inkl Airport Transfer und Unterkunft. Ich betone das so weil Maxim Belograd auch immer Packages anbietet mit Unterkunft. Ich glaube das so etwas Zukunft hat da dadurch die Teilnehmer viel besser untereinander Netzwerken können. Dies ist etwas was ich auf Fortbildungen oft vermisse.

Wer Viktor gut findet der sollte mal im Suchmodus von Facebook seine Fälle sich anschauen. Er macht auch viel gestackte Fotos wodurch seine Bilder unglaublich scharf werden. Teilweise hat er auch schon Bilder von seinem Studio Set up gepostet und das sieht schon krass aus wenn der Patient auf dem Behandlungsstuhl zwischen zwei Softboxen fotografiert wird. Am 8.4.2018 hat er jetzt noch zusätzlich dieses Video für seine Fans hochgeladen und es ist super!

Wie geht es weiter?

Das Wetter draußen wird immer besser aber es lohnt sich den Blog zu besuchen! Seid gespannt.

Das Saure Zähne Team

 

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Molaren Endo Resto Workflow – Mein aktuelles 2017er Konzept

von Friedrich Sauer

Molaren Endo Resto Workflow

Wenn man sich den typischen Molaren Endo Resto Workflow anschaut, sind die Röntgenbilder immer langweilig. Kenner wissen natürlich, was für Arbeit hinter diesem Röntgenbild steckt.

 

Mit dem ersten klinischen Bild ist für mich der Ablauf klar.

Als erstes muss die provisorische Füllung und das Amalgam entfernt werden. Da die bukkale und palatinale Wand sehr dünn sind, ist für mich klar, dass diese Wände schon bei der Preendo überkuppelt werden müssen. Die spätere postendodontische Restauration muss ja schließlich auch mindestens ein Teilkronenonlay sein. Aus dem Röntgenbild wissen wir schon, dass distal die Am-Füllung einen Überhang hat und distale Füllungen an endständigen Zähne immer eine kleine Herausforderungen sind.

Ich arbeite immer mit Zahnseideligaturen und kürze die Ligatur nicht mehr, damit ich später noch die Chance habe sie festzuziehen. Anhand des Bildes kann man schön erkennen, dass dies nötig ist. Der seidenmatte Glanz des Dentins kommt vom Sandstrahlen mit Aluoxid. Danach erkennt man auch alle Kanaleingänge viel besser. Risse im Zahn werden auch dadurch sichtbar.

Endo Resto Workflow Endo Resto Workflow

Distal wurde die Matrizenproblematik mit einer Tor VM Matrize, Teflon und flüssigem Kofferdam gelöst. Mesial kam mein Lieblingsspannring zum Einsatz, die Matrize wurde zusätzlich mit Teflon an den Zahn adaptiert. Was man auf diesem Bilder nicht sieht, ist, dass ich auch den Kavitätenboden im Bereich der Wurzelkanaleingänge mit einem transparenten Flow abgedeckt habe, bevor NaOCl zum Einsatz kam. Das Ganze nennt sich IES und ist eine Variante vom IDS, auf das ich später eingehe.

Zum Ende vom ersten Termin sieht das ganze so aus. Das Risiko einer Wand Fraktur wurde aufgrund der Teilkronenartigen Gestaltung erstmal minimiert. In der Mitte vom Zahn schimmert es absichtlich etwas blau durch.

Molaren Endo Resto Workflow 2. Termin

 

Der zweite Termin beginnt gleich mit einer Überraschung. Eine Überraschung die ich mittlerweile aktiv bei Provisorien nutze, die hier aber unbeabsichtigt war. Die Zahnseideligatur ist ein effektives Mittel zur atraumatischen Entfernung von Kronen. Eine Zahnseide EKR.

IES - immediate Endodontic sealing

Der Hauptteil der Aufbereitung und Spülung erfolgt in der Zweiten Sitzung. Ich nutze hauptsächlich CM Feilen („controlled Memmory Files“) die biegbar sind. Spülung erfolgte hier mit NaOCl 5,25%, Zitronensäure 40% und CHX2%. Die Desinfektion wurde unterstützt durch Ultraschallaktivierung mit Irri S und Endovac.

Die Wurzelfüllung selber finde ich eher unwichtig, sie erfolgt bei mir in Single Cone Technik mit biokeramischem Sealer. Ich finde es wichtiger, die WF eher so tief wie möglich abzuschmelzen und mit einem Flow zu verschließen. Wenn der Boden der Zugangskavität vorher bereits mit Flow versiegelt wurde, erwarte ich weniger Nebenwirkungen vom NaOCl. Denn 55% Adhäsionsverlust durch Hypo-Nutzung sind schon eine Ansage. Interessanter Weise ist die Literatur sich darüber gar nicht so einig, aber das liegt eher daran, dass oft nicht zwischen „Kavitätentoilette“ und Endo-Spülung unterschieden wird. IES – Immediate Endodontic Sealing. Über IES wird es vielleicht einen DGET-Kurzvortrag vom Blogkollegen geben. Die Bestätigung dafür steht noch aus.

Die Zugangskavität habe ich mit Cl Flow, EverXposterior, CV Flo und Essentia Universal verschlossen. Aufgrund der geringen Zahnrestsubstanz habe ich die Wände der Zugangskavität mit dem Eversticknet zirkulär verstärkt. Die Implantatkrone wurde unter Kofferdam mit Temp Bond zementiert.

Fazit Molaren Endo Resto Workflow

Posteendodontisch halte ich hier eine Onlay-Teilkrone für am sinnvollsten. Mesial ist noch Schmelz vorhanden und eine Vollkronenpräp würde die bereits dünnen bukkalen und palatinalen Wände vollständig entfernen. Mb2-Liebhaber im Blog werden diesen Kanal auf jeden Fall vermissen. Hätte ich nicht vor der Behandlung ein DVT zur Verfügung gehabt, hätte ich fast schon Gewissensbisse diesen Fall hier hochzuladen. Die Db Wurzel ist mit der Pal Wurzel verschmolzen. Die Mb Wurzel ist dagegen untypisch schlank.

Wie geht es weiter?

Wir von SaureZähne wollen demnächst probieren während der Woche einen kleinen Artikel hochzuladen. Das sind entweder Podcasts, Videos oder Online Fortbildungen, die wir gut fanden. Oder auch Produkte, die wir lieben und täglich nutzen.

Seid gespannt

 

Euer Team von Saure Zaehne

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Podcast #4 #Generation Zahnarzt Podcast #Komposit

 

Komposit Podcast

Wir haben uns in den letzten Folgen vom Generation Zahnarzt Podcast mit Endodontie Curricula, Gehalt angestellter Zahnärzte und anderen zahnmedizinischen Blogs im Internet beschäftigt. Es wird also höchste Zeit über etwas alltägliches wie Komposit zu sprechen. Wir beide habe Erfahrungen mit Kompositen wie  Venus Diamont, Amaris, HRI, Tetric Evo Ceram und GC geanial Flo gesammelt. Wenn man sich über Komposit unterhält, spricht man automatisch etwas über Adhäsivsysteme, Kofferdam, Matrizensysteme und Modellierinstrumente.

 

Download Komposit Podcast

 

Hier geht es direkt zum Download.

Wenn Ihr es Euch im Browser anhören wollt, dann klickt hier.

Friedrich Sauer hat parallel dazu einen schönen Fall in die Facebookgruppe Dentalfamilie gestellt. Blogstammleser werden diesen Fall von ihm schon kennen.

 

Fazit?

Also wenn Ihr noch nicht die TorVM Teilmatrizen kennt, dann hat sich der Podcast schon für Euch gelohnt. Unter www.geko-dental.de könnt Ihr sie bestellen. Ich nehme immer die 0,35 mm in hart, aber das muss jeder für sich selber herausfinden.

Wie geht es weiter?

Ich bin gerade auf einer Konfenrenz in Sibiu, Rumänien bei der es nur um direkte Komposite geht. Ich kann diesen Kongress jetzt schon für 2018 empfehlen. Diesmal ist Jordi hier als Referent und er ist der Hammer.

Komposit ist also immer wieder ein Thema hier und vielleicht auch Thema vom nächsten Blog post.

 

Bis Bald auf SaureZaehne.de

Posted by Georg in Kofferdam, Komposit, Podcast, Von Zahnärzten für Zahnärzte, 2 comments

Komposit Klasse II mit Höckerüberkuppelung

von Friedich Sauer

Höckerüberkuppelung bei Komposit?

In der Theorie ist Höckerüberkuppelung einfach. Sobald die Dicke eines Höckers 2 mm unterschreitet, probiere ich, diesen Höcker zu überkuppeln. Im Keramikbereich sind sich die Kollegen der AG Keramik leider schon nicht einig. Warum sollte man es also im Komposit machen?

Ein spannendes Argument dafür habe ich auf einem Vortrag von Markus Lenhard gehört. Im Bereich der Höckerspitzen sind die Schmelzprismen senkrecht und somit verliert man 50% „Bond strength“. Sein Tip war also „Finger weg von den Höckerspitzen“. Wenn man sich alte  Komposite ansieht, ist dies durchaus eine Schwachstelle. Auch Claus-Peter Ernst empfiehlt eine Höckerüberkuppelung.

Auf Fotos sieht das Komposit auf jeden Fall mit einer Überkuppelung besser aus, weil man keinen Übergang erkennen kann. Im Endo- bis Präendo-Bereich machz eine komplette direkte Teilkrone aus Komposit alleine aus Frakturprophylaxe schon Sinn, wenn die Wände sehr dünn sind. Besonders wenn die spätere Post-Endo-Empfehlung eine TK ist, kann man diese auch schon vorrübergehend in Komposit machen. Wir wissen ja teilweise nie, wann die Patienten zur Post-Endo-Resto wiederkommen.

bukkale Höckerüberkuppelung im OK

img_3317 - Komposit Klasse II

Initial – okklusal durchgekautes GIZ

img_3321 - Komposit Klasse II

Höckerüberkuppelung bukkal nach GIZ Ex

img_3328 - Komposit Klasse II

GC Flo CV für den Dentinkern

img_3329 - Komposit Klasse II - Höckerüberkuppelung

fertige Höckerüberkuppelung

Durch die Bilder habe ich einen Fehler distal entdeckt, der mir bei der Behandlung nicht aufgefallen ist. Ich hätte distal doch nicht freihand arbeiten dürfen, sondern eine Matrize nehmen müssen. So hätte ich wahrscheinlich die Stufe vermeiden können. Beim nächsten Termin muss ich diese Stelle nochmal checken. Aber dank Aluoxid kann man ja problemlos dort etwas an das komposit antragen.

Bei endständigen Zähnen ist das Anlegen einer Matrize sehr spannend, doch dank „dental Facebook“ findet man viele Ideen dies Problem zu lösen. Die Tor VM Sattel Matrizen lösen dieses Problem recht schnell. Wenn man dann noch dies mit einer zusätzlichen Teilmatrize und Teflon kombiniert, hat man sogar einen Keileffekt und kaum Überschüsse. Aber darüber muss ich mal in Ruhe schreiben.

Wie geht es weiter?

In dem Fall hier steckt auch wieder eine kleine Überraschung. Aber das wäre wieder ein eigenständiger Blogpost. Im Dezember hat auch das Saure Zähne Team ein paar andere Termine.

 

Bis bald!

PS:Happy Advent!

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Klasse II Komposit

von Friedrich Sauer

Klasse II Komposit

Dass das Klasse II Komposit nach Klasse I Komposit kommt war doch fast schon zu erwarten, oder?

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Klasse II Komposit

Klasse II Komposit

Klasse II Komposit fertigstellung

Klasse II Komposit Fertigstellung

Fazit

In diesem Fall ist eine kleine Überraschung versteckt. Aber heute geht es nur um die Klasse II. Leider gibt mein Spiegel gerade etwas den Geist auf, alleine zu diesem Thema kann man ein Blogeintrag schreiben und viel Geld ausgeben.

Folgende Materialien wurden hier verwendet:

  • Cerkamed Blue Etch
  • Optibond FL
  • Venus CL
  • GC Flo CV
  • Tetric Evo Ceram A3
  • Micerium enamel plus hfo stain braun und weiß
  • Tor VM Matrize M 0,35mm
  • Palodent V3 Keil mittel
  • Garrison XR Spannring

 

Wie geht es weiter?

Als nächstes müsste eine Klasse III hier kommen, aber der Wurzelspitze Blog hört auf! Bzw. die Jungs bloggen nicht mehr regelmäßig, was ich sehr schade finde. Zwar hatte HaWi Anfang des Jahres schon angekündigt, dass er aufhört, aber dass dies eine kleine Kettenreaktion in Gang setzt, hätte ich nicht erwartet.

Also seid gespannt!

Euer Team von SauereZaehne.de

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Klasse I Komposit

von Friedrich Sauer

Klasse I Komposit

Klasse I Komposit Füllungen erinnern mich an einen Spruch von Prof. Klaiber: „Eine Klasse I Füllung ist wie malen nach Zahlen“.

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Fazit

Malen nach Zahlen? Klappt leider nicht immer…
Folgende Materialien wurden hier verwendet:

  • Cerkamed Blue Etch
  • Optibond FL
  • Venus CL
  • GC Flo CV
  • Tetric Evo Ceram A3
  • Micerium enamel plus hfo stain braun

 

Wie geht es weiter?

Komposit ist ein sehr schönes Material. Das wird immer mal wieder ein Thema hier sein.

Bis bald auf SaureZaehne.de

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Transparentes Flow

von Friedrich Sauer

Transparentes Flow

Wozu braucht man transparantes Flow? Meine Überlegung war, damit die Wuzelkanaleingänge abzudecken. Lichthärtung ist ja immer ein Problem in tiefen Kavitäten und normalerweise werden auch noch extra weiße oder sogar farbige Komposite dafür verwendet. Aber das Licht der Polymerirationslampe kommt durch diesen extra opaken Komposit auch nicht mehr durch. Nach dem Abstandsquadratgesetz verrgingert sich mit zunehmender Entfernung von der Lichtquelle die Intensität des Lichts im Quadrat. Bei transparentem Flow ist dies immer noch gleich, aber wenigistens hat das Licht noch die Chance in der Tiefe zu polymerisieren.

Welche Hersteller verkaufen transparentes Flow?

Auf einer Messe habe ich die üblichen Komposithersteller angesprochen und es gibt kaum transparente Flows. Bei meiner Recherche habe ich nur Trans30 von Ivoclar und Venus CL von Haereus gefunden. Bulk Fill Flows kommen nicht in Frage, weil diese nicht transparent genug sind. Selbst SDR ist noch zu opak.

Ich habe Trans30 und Venus CL getestet. Trans30 ist für den inzisalen Halo gedacht und leider auch nicht transparent genug. Venus CL ist hier besser, aber es ist schon komisch, dass ich keine weiteren Hersteller dafür gefunden haben. Zwar hat Minicerum eine transparente Malfarbe, aber die HFO Flow-Spritzen laufen bei mir ständig aus. Da man den möglichen Sinn von transparentem Flow nicht wirklich erklären kann, ist hier ein kleines Video dazu.


Fazit transparentes Flow

Ich finde Venus CL sehr praktisch. Wenn man aber einen Zahn mit transparentem Flow teilweise verschliesst und später wieder öffnen, muss man sich etwas umgewöhnen. Denn es ist erstmal alles dunkel, was ungewohnt ist und man genau überlegen muss, wo man hinbohren will. Aber wenn man dann schon 2 mm vorher die roten Guttaperchapunkte der WF sieht, ist die Anspannung weg.

In meinen Augen ist transparentes Flow im Bereich der Fissurenversiegelung noch sehr praktisch, da man vielleicht sieht, ob die Versiegelung Randundichtigkeiten hat. Auch bei der Trilaminar Komposit-Schicht-Technik hat dieses Flow einen Sinn zur Emulation der „DEJ“. Jason Smithson nutzt Venus CL, dase es auch als normales Komposit gibt, für seine „palatinalal shells“.

Wie geht es weiter?

Über Flow zu reden, ist schon eher etwas detailverliebt… Am Wochenende waren wir unterwegs auf Fortbildungskongressen, da geht es allgemeiner bzw oberflächlicher zu. Vielleicht berichten wir mal davon.

 

Euer Team von Saure Zähne

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Noninvasive Restauration nach dem Genfer Konzept

Von Friedrich Sauer

Noninvasive Restauration

Wenn ich über eine noninvasive Restauration spreche, meine ich keine Non Prep Veneers, sondern ICON! Die Idee, eine Karies zu infiltrieren und zu arretieren, ist gut. Auf einer BuFaTa in Kiel habe ich vor fünf Jahren einen Workshop von den beiden ICON Jungs mitgemacht.

Das Icon Set besteht aus Icon Etch (Salzsäure), Icon dry (Ethanol) und dem Infitrant.

Durch die 5 Jahresdaten, die es gibt, kann man sagen, dass die Kariesinfiltration funktioniert. Jedoch hat Icon ein Problem: es ist eine reine Privatleistung und kann nicht als MKV abgerechnet werden. Dazu kostet ein Set an sich recht viel (pro Set ca. 42 € netto). Alles Dinge, die mich hemmen, Icon öfter zu benutzen.

Es ist aber auch irgendwie schade, dass es keine Icon Alternative gibt bzw. bisher mir keine bekannt war. Es gibt einen ZWP Artikel von Prof. Krecji von 2015 der eine Alternative beschreibt, aber die Überschrift ist mit „Der Zahnarzt ist ein Dienstleister und kein Künstler“ etwas zu allgemein gefasst. Erst auf seinem Genfer Konzept Workshop habe ich gelernt, wie man die Karies ohne Icon infiltrieren kann.

ICON alternative?

Diesen 5er beobachte und fluoridiere ich schon seit einem Jahr. Auf direkten Luftzug zieht es immer noch in diesem Zwischenraum.

Genfer Konzept noninvasive Restauration - initial

 

Das Röntgenbild zeigt eine Schmelzkaries. Hier wirkt es sogar so, alsob diese eingebrochen wäre inklusive Dentinkaries, aber ich glaube, dass das Röntgenbild in diesem Fall übertreibt. Mit Zahnseide und optisch ist kein Einbruch des Schmelzes sichtbar. Für Icon wäre dies eine optimale Indikation, aber ich habe nach dem Genfer Konzept eine nichtinvasive, adhäsive Kompositfüllung angefertigt.

Noninvasive restauration - röntgenbild

Nach Isolation ersetzen zwei Dinge die Icon Salzsäure: ein Aluoxidmetallstreifen und Phosphorsäure. Mit dem Aluoxidstreifen entfernen wir unter dem Kontaktpunkt die Biofilme und die hypermineralisierten oberflächliche Schmelzschicht.

Genfer Konzept noninvasive Restauration - isolation

Die Phosphorsäure bereitet uns den Approximalraum für die Kompositfüllung vor und wird mit Zahnseide aktiviert bzw. einmassiert.

Genfer Konzept noninvasive Restauration - phosphorsäure

Ich finde, dass man auf dem Bild mit der Phosphorsäure aufgrund des Kontrasts gut die Initialläsion sehen kann. Die nächsten Schritte sind die Trocknung des Approximalraums mit Ethanol. Dann lässt man Scotchbond Universal für drei Minuten einwirken und aktiviert es wie bei der Ätzung mit ungewachster Zahnseide. Danach wird mit einen Microapplikator das GC Flow (G-ænial Universal Flo, GC) in den Approximalraum gebracht und mit Zahnseide verteilt. Die Überschüsse werden mit einem neuen Appikator entfernt und die Flowschicht mit einem Luftbläser nochmal ausgedünnt.

Bisher wurde noch keine Lichthärtung durchgeführt! Damit der Approximalraum nicht verblockt, wird ein Metallstreifen in den Zwischenraum gelegt und es erfolgt eine Lichthärtung von 40 Sekunden pro Fläche unter Glyceringel (Inox, Cerkamed).

Nichtinvasive adhäsive Kompositfüllung

Zum Schluss werden mit optischer Vergrösserung die Kompsitüberschüsse entfernt.

Genfer Konzept noninvasive Restauration - vor überschussentfernung

Fazit – Noninvasive Restauration

Wie hoch sind hier die Materialkosten? Im Vergleich zu Icon mit ca. netto 40 € pro Set gering. Wenn ein Universaladhäsiv in der Praxis noch nicht vorhanden ist, muss man dafür 60 € (3M Scotchbond Universal) einplanen. Die empfohlenen GC Metallstrips mit der 1000er Körnung kosten im 12er Pack nochmal 50 € netto. Das Glyceringel Inox 10 €. Phosphorsäure hat man in der Praxis, genauso wie Ethanol, Kofferdam, Appikatoren und Zahnseide. Dadurch, dass es sich hier genau genommen um eine Kompositfüllung handelt, kann man diese auch laut KZV und Kammer Berlin ganz normal als F1 MKV abrechnen. Soweit zu den Vorteilen.

Ein Nachteil, der auch beim Icon vorhanden ist, ist, dass man es auf dem Röntgenbild nicht erkennen kann. Prof Krecji kontrolliert solche approximalen Versiegelungen mit der Diagnocam von Kavo nach bzw. die DH macht dies für Ihn und er vergleicht nur die Fotos. Ein Nachteil gegenüber Icon könnte auch sein, dass man in diesem Konzept immer beide Zwischenräume versiegeln muss. Mit Icon ist man dann selektiver.

Noninvasive Restaurationen können auf jeden Fall den „Redentistry Circle“ verlangsamen und können in jeder Praxis angewendet werden. Ich bin auf jeden Fall begeistert!

Wie geht es weiter?

Ich glaube, man muss ein Video zu diesen nichtinvasiven, adhäsiven Kompositfüllungen produzieren, damit man die einzelnen Schritte richtig versteht. Vielleicht machen wir das ja mal oder es ist vielleicht schon in Arbeit. Seid gespannt!

 

Euer Team von Saure Zaehne

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Bioemulation Trilaminar-Komposittechnik: erste Versuche

von Friedrich Sauer

Bioemulation trilaminar-Komposittechnik

Die Trilaminar-Komposittechnik, die vom Bioemulation Gründer Gianfranco Politano gepusht wird, ist faszinierend. Das Konzept dahinter ist einfach. Das Tri in Trilaminar steht für drei Schichten, aus dem der Zahn aufgebaut ist. Dentin, Dentin-Enamel-Junction (DEJ) und der Schmelz.

Das Dentinkomposit sollte möglichst dunkel sein, denn die Farbe des Zahnes kommt aus dem Dentin. Die DEJ ist eine transparente Schicht und der Schmelz kann hier sehr tranzluzent sein damit er die Farbe des Dentinkerns widergibt.

Ein Trilaminar Fall

typische Berliner Komposit Füllung

typische Berliner Komposit Füllung

Ich habe diese Füllung mal eine typische Berliner Kompositfüllung genannt, aber sie kann in jeder Stadt vorkommen. Warum seht ihr im nächsten Bild.

berliner unterfüllung

Berliner Unterfüllung

Es ist eine Kompositfüllung mit einer Harvard Unterfüllung. Ich verstehe auch nicht, warum manche Zahnärzte dies heute noch so machen, komplett out of date! Bis Mitte der 90iger war dies vielleicht ok, aber seitdem gibt es Optibond FL, ein funktionierendes Dentinadhäsiv.

distale box aufgebaut

distale box aufgebaut

Kenner sehen natürlich gleich, dass sich etwas am Nik Tone Kofferdam geändert hat. Ich hatte erst keine Ligatur am 48er und mit flüssigem Kofferdam abgedichtet. Jedoch war das nicht dicht genug und hat mich genervt. Kofferdamligaturen sind einfach ein Traum und das Arbeiten wird durch gute Isolation entspannter für mich. In diesem Bild wurde der Kavitätenboden schon mit einem transparenten Flow (Venus CL) abgedichtet.

trilaminar komposit technik

Dentinkern mit GC CV

Die Schicht der Trilaminar Technik mache ich mit dem GC Flo CV (GC G-ænial Universal Flo CV). Aufgrund der Schmelzdicke von unter 1,5 mm mache ich in solchen Fällen gleich eine direkte Kompositteilkrone inklusive Höckerüberkuppelung. Zum „Emulieren“ der DEJ habe ich hier ein transparentes Flow aufgetragen (Venus CL). Ob dieser Schritt ästhetisch wirklich etwas bringt, weiss ich noch nicht, aber daduch bekommt der dunkle Dentinkern nochmal eine Runde Licht ab. Denn zu wenig Lichhärtung gibt es bei Komposit nicht. Wichtig: der Dentinkern orientiert sich am natürlichen Dentin und der ist konkav, klappt hier nicht zu 100%, aber dies ist anders im Gegensatz zu anderen Schichttechniken.

trilaminar Komposit technik post op

direkt post op

Als letztes kommt die Schmelzschicht. Ich habe hier ein Tetric Evo Ceram A3 genommen. Der Schmelz sollte bei der Trilaminar Technik ruhig 1,5 mm dick sein, damit noch Kapazitäten beim Einschleifen drin sind. Ausserdem sind die natürlichen Schmelzschichten im Seitenzahn auch in diesem Bereich. Genau genommen ist das Tetric A3 keine optimale trilaminare Schmelzschicht. Aber ich muss erstmal meine A3 Vorräte aufbrauchen und steige dann vielleicht auf GC Essentia JE (Junior Enamel) um. Ich habe mit diesem Material schon bei einem Komposit Kurs von Stephane Browet gearbeitet und fand es gut.

trilaminar Komposit technik nachkontrolle

Nachkontrolle nach einer Woche

Die Idee der Bioemulationtechnik ist, dass das dunkle Dentin durch die Fissuren durchscheint. Denn dort ist die Schmelzschicht am dünnsten. Ich habe hier aber mit etwas brauner Malfarbe von Loser (HFO Stain Brown) nachgeholfen.

Fazit

Das wichtigste für mich ist, dass eine ästhetische Komposittechnik im Seitenzahnbereich nicht mehr Zeit kostet. Ich liebe mitlerweile das GC Flo und kann nicht mehr ohne arbeiten. Die Röntgenopazität ist aber leider eher im Dentinbereich. Das sorgt für etwas gewöhnungsbedürftige Röntgenbilder, besonders wenn das sehr röntgenopake Venus CL als DEJ mit eingesetzt wird.

Wenn man auf das transparente Flow verzichtet, heisst diese Technik dann nur Bilaminar Technik.

Nächste Woche werde ich einen Fall inklusive Röntgenbild hochladen. Bis dahin wünsche ich Euch noch eine schöne Woche.

 

Euer SaureZaehne.de Team

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